Jahresrückblick 2016

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Das Jahr 2017 ist nun fast zwei Monate alt und zu diesem Zeitpunkt lohnt es sich immer mal wieder zurückzublicken, was das letzte Jahr so mit sich gebracht hat. Das Jahr 2016 waren auch die ersten 12 Monate von KINO OHNE GRENZEN mit vielen Höhen und seltenen Tiefen oder schöner formuliert: neuen, informativen Erfahrungen 😉

Anfang des Jahres waren wir alle sehr überrascht, aber auch erfreut über den sehr großen Zulauf bei den ersten Veranstaltungen. Anscheinend hat die Idee nicht nur uns fasziniert, sondern auch andere Gleichgesinnte aus Karlsruhe und in den Unterkünften. Das durchaus positive Feedback motivierte uns das Projekt zu erweitern bzw. zu einem festen monatlichen Treffpunkt zu etablieren. Damit teilweise neue potentielle Zuschauer sich angesprochen fühlen, müssen jedoch ab und zu auch neue Wege beschritten werden. Deshalb versuchten wir im Februar mit „Caramel“ einen Abend nur für Frauen zu organisieren mit dem Hintergedanken für Frauen in den Erstaufnahmeeinrichtungen Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen sie sich motiviert fühlen an unserem Abend teilzunehmen, da unsere Besuchergruppen bisher größtenteils männlich waren. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal entschuldigen, falls es zu gewissen Missverständnissen oder auch zu ein bisschen Unmut gekommen ist.

Im Sommer hatten wir uns zunächst entschieden einen Fussballabend zu organisieren, da zeitgleich die Fussball-EM in Frankreich stattfand. Auch wenn manch einer sich nicht wirklich mit allen Aspekten des Sports anfreunden kann, der gute alte Fussball verbindet jedoch immer wieder Menschen unterschiedlichen Gemüts und verschiedenster Herkunft, was auch wir in positiver Weise so erfahren konnten. Zudem hatten wir im Laufe des Sommers unser erstes „Auswärtsspiel“ beim Eckkulturdörfle, als abends an der frischen Luft mehrere Kurzfilme gezeigt wurden. Danke nochmals für die Einladung und die Möglichkeit unser Projekt bekannter zu machen.

So allmählich veränderte sich dann die Situation in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen in Karlsruhe, in dem die Anzahl der Bewohner immer mehr schrumpfte oder Einrichtungen geschlossen wurden, da der Bedarf nicht mehr vorhanden war aufgrund des erfolgreichen Transfers für die meisten Bewohner in umliegende Unterkünfte. Diese veränderte Situation war auch an der Besucherzahl an den unterschiedlichen Abenden ablesbar, was jedoch für uns kein negatives Zeichen war sondern eher Ansporn unser Projekt den neuen Bedingungen anzupassen.

Der Herbst brachte dann ein sehr arbeitsintensives aber durchaus spannendes Event, nämlich unser Halloween Double-Feature. In Kooperation mit Cola Taxi Okay (nochmals ein riesengroßes Dankeschön für alles!!!) stellten wir einen Abend im Zeichen der Vampire auf die Beine. Zunächst wurde der sehr interessante persische Film „A girl walks home alone“ gezeigt, der durch die beeindruckenden Bilder und der passenden Musik überzeugen konnte. Daraufhin lief die neuseeländische Komödie „What we do in the shadows“ auf der Leinwand, der sich so als bisheriger Lieblingsfilm unseres Publikums entpuppt hat. Anschließend wurde gemeinsam in dem passend dekorierten Projektraum von Cola Taxi Okay der Abend ausgeklungen. Der ganze Abend hat uns allen sehr viel Freude bereitet, vor allem auch der spät abendliche reibungslose interkulturelle Austausch.

Mit der deutschen Komödie „Soulkitchen“ von Fatih Akin kurz vor Weihnachten wurde dann das erste Jahr von Kino ohne Grenzen abgeschlossen. Wir bedanken uns bei allen, die uns in diesem ersten Jahr unterstützt haben, in welcher Weise auch immer, und natürlich bei allen, die an einem unserer Abende teilgenommen haben. Durch die neue Förderung der Monsignore-Ohlhäuser-Stiftung versuchen wir auch dieses Jahr wieder ein interessantes, abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Lasst euch überraschen, was das Jahr 2017 an spannenden Aktionen mit sich bringen wird.